Ein romantisches Bambusvilla-Erlebnis in Ubud

Manchmal geht’s beim Honeymoon gar nicht um einen vollgepackten Reiseplan, sondern darum, einen Ort zu finden, an dem man einfach bleiben will. Genau das haben wir uns gedacht, als wir das Equipoise Resort Ubud besucht und erkundet haben.


Das Resort liegt in der Kenderan-Gegend, etwas außerhalb vom Zentrum von Ubud. Die Fahrt dorthin dauert etwas länger, als wenn ihr im Zentrum von Ubud wohnt, aber sobald ihr ankommt, ändert sich die Atmosphäre sofort.

Dass es etwas abgelegener ist, gehört hier zum Erlebnis. Die Umgebung ist viel ruhiger und man taucht richtig ein, und es ist einfach, die meiste Zeit im Resort selbst zu verbringen, besonders mit all den Aktivitäten, die es gibt: von Yoga und Wasserfall-Trekking bis zu einem Gym mit Blick auf die Reisfelder für alle, die gerne aktiv sind.

Das Gym selbst ist schon ziemlich einzigartig, weil es direkt auf die Reisfelder schaut. So habt ihr selbst bei einem einfachen Workout einen weiten, tollen Ausblick, statt in einem geschlossenen Raum zu sein.

Als Adults-Only Resort fühlt sich die Atmosphäre auch spürbar ruhiger und ungestörter an, was das gesamte Honeymoon-Erlebnis noch verstärkt.

Keine Menschenmassen mehr, nur weite Reisterrassen, Täler und immerzu die Geräusche der Natur, von früh bis spät.

Ein friedliches Resort mit einem „Balance“-Konzept

Das Erste, was uns hier auffällt, ist, wie alles ineinander übergeht. Das Resort-Gelände folgt den Konturen des Tals, mit Bambus-Strukturen und Steinelementen, die sich ganz natürlich in die Umgebung einfügen. Es gibt keine starren Wege; alles folgt der natürlichen Form des Geländes.

Dieses Gefühl von „Flow“ fängt schon bei der Ankunft an. Statt einem normalen Check-in werdet ihr mit einem entspannenden Fußbad und einer kurzen Gratis-Massage empfangen, was sofort ein langsameres, entspannteres Tempo vorgibt.

Es gibt auch eine Auswahl an Aromatherapie-Ölen, aus denen ihr wählen könnt, was dem Ganzen von Anfang an eine persönlichere Note gibt. Das ist ein kleines Detail, aber es zeigt, wie das Resort den Aufenthalt insgesamt angeht: Es geht mehr darum, wie IHR euch fühlt, nicht nur darum, wie es aussieht.

Dasselbe Gefühl zieht sich auch durch den Service. Die Mitarbeiter wirken sehr gut geschult, herzlich und aufmerksam, aber nie aufdringlich, sodass das Gesamterlebnis entspannt und ungezwungen bleibt.

Unsere Bambus-Villa mit Privatpool

Floating Breakfast in Our Private Villa

Wir haben hier im typischsten Villentyp gewohnt: der Bambus-Villa mit Privatpool und Reisfeld-Blick. Schon beim Betreten hat uns die Größe sofort beeindruckt. Die Villa ist unglaublich geräumig, und es ist nicht nur ein einziger großer Raum; es sind eher mehrere natürlich unterteilte Bereiche, fast wie ein Zuhause in der Ferne.

Schon bevor wir richtig reingegangen sind, hat sich die Ankunft schon etwas anders angefühlt. Statt einem normalen Welcome Drink bekamen wir eine kleine Show von einem Barkeeper geboten, was den ersten Eindruck noch unvergesslicher gemacht hat.

Der Barkeeper hat das Welcome Drink super präsentiert, und es war echt lecker! Der Barkeeper hat das Welcome Drink super präsentiert, und es war echt lecker!

Jede Villa ist auch personalisiert, mit dem Namen des Gastes vorne dran. In unserem Fall hieß die Villa „Olivia“, was von Anfang an eine kleine, aber liebevolle Geste war.

Was es noch interessanter macht, ist der Kontrast. Auch wenn die Architektur von Bambus dominiert wird, ist das Gesamtgefühl überraschend modern. Es gibt überall in der Villa mehrere Bedienelemente, vom TV-Projektor und den Vorhängen bis zu den Seitenrollos und der Klimaanlage, was die Bedienung super intuitiv und angenehm macht.

Das Schlafzimmer oben ist komplett geschlossen und klimatisiert, also habt ihr trotz des offenen und naturnahen Designs in manchen Bereichen trotzdem immer das Gefühl von Komfort und Privatsphäre, wenn ihr es braucht.

Das Interieur fühlt sich wirklich liebevoll gestaltet an. Ein Mix aus natürlichen Materialien und modernen Elementen schafft eine Atmosphäre, die gleichzeitig warm und edel ist. Es ist nicht rustikal, sondern eher eine gehobene, luxuriöse Interpretation eines naturnahen Aufenthalts.

Es gibt Treppen in der Villa, die das Schlafzimmer verbinden, so fühlt sich der Grundriss einzigartig und nicht so ‘flach’ an. Manche Bereiche sind halboffen, aber bieten trotzdem Privatsphäre.

Draußen gibt’s einen ziemlich großen Privatpool, komplett mit Sonnenliegen. Der Blick geht direkt auf die Reisterrasse und das ganze Grün drumherum. Und das ist von mehreren Stellen so, vom Pool, Balkon bis zum Badewannen-/Jacuzzi-Bereich.

Wenn ihr eine Villa bucht, ist der Reisfeldblick definitiv eine Überlegung wert, denn er macht das Gesamterlebnis wirklich komplett.

Ja, die haben auch eine Badewanne und einen Jacuzzi mit Blick auf die Reisfelder, was ein beliebter Ort ist, um am Nachmittag oder Abend zu entspannen. Manchmal kann das Ganze sogar noch spezieller werden, besonders mit Optionen wie einem Floating Breakfast im Pool oder einem Blütenbad im Jacuzzi. Das gibt dem Ganzen eine extra romantische Note, ohne dass ihr die Villa überhaupt verlassen müsst.

In der Villa stand auch ein Welcome Set bereit, inklusive Schokolade, Snacks und einer Auswahl an Getränken. Ein Detail, das uns besonders aufgefallen ist, war der lokale Snakefruit Arak. Den kann man super mit Fruchtsäften mischen, aber es gab auch andere Optionen für alle, die es lieber leichter oder alkoholfrei mögen.

Frühstück & Essen im Terra Verte

Während unseres Aufenthalts wurde Terra Verte unser meistbesuchter Ort zum Essen und hat sich langsam zu einem unserer Lieblingsplätze entwickelt.

Morgens ging es hier ganz entspannt zu. Die Reisfelder davor waren noch etwas neblig, die Luft war kühl und man hörte fast nur die Natur. Viele Gäste blieben einfach sitzen, statt nur schnell zu essen und wieder zu gehen.

Die Frühstückskarte hat viele westliche Optionen mit ein paar Variationen, aber was uns wirklich aufgefallen ist, war nicht nur das Essen, sondern die Ruhe. Keiner schien es eilig zu haben, und morgens ging es hier bewusst langsam zu.

Während unseres Aufenthalts haben wir eine ganze Menge Gerichte von der Karte probiert. Die Preise sind eher hoch, aber das passt zur Qualität, der Präsentation und dem gesamten Essenserlebnis.

Delicious food at Terra Verte Restaurant

Ein Gericht, das uns besonders gut gefallen hat, war Melone & Prosciutto, dazu Burrata, ein bisschen Honig und feine Noten von Kräutern und Pistazien. Diese Kombi ist leicht und trotzdem voller Geschmack, mit einer perfekten Balance aus Süß und Salzig, die super zum ganzen Essenserlebnis passt.

Insgesamt geht’s beim Essen hier weniger um Vielfalt oder die Menge, sondern mehr darum, jede Mahlzeit in einer Umgebung zu genießen, die einen ganz natürlich entschleunigt.

Holzschnitz-Erlebnis

Was uns an diesem Resort besonders gefallen hat, ist, wie viele kostenlose Aktivitäten den ganzen Tag über angeboten werden. Eine gute Mischung aus Wellness, Natur und praktischen Kulturerlebnissen ist dabei, von Yoga-Sessions und Meditation bis hin zu Wasserfall-Trekking und Spaziergängen durch Reisfelder.

Gäste können auch an verschiedenen Workshops teilnehmen, wie zum Beispiel Holzschnitzen, Silberschmieden, Batikmalerei, Töpferkurse und Bambus-Kunsthandwerk. Das bringt eine schöne Abwechslung in den Aufenthalt, besonders wenn man Lust hat, etwas Spannenderes zu machen, ohne das Resort verlassen zu müssen.

Wir haben die Holzschnitz-Session ausprobiert, und es war echt eine der interessanteren Erfahrungen. Das Ganze findet meistens an einem offenen, ruhigen Ort statt, sodass die ganze Atmosphäre schon von Anfang an beruhigend wirkt. Wir haben Holzstücke und einfache Werkzeuge bekommen und wurden dann von einem lokalen Guide behutsam angeleitet, sodass man es auch ohne Vorerfahrung leicht mitmachen konnte.

Das Coole ist, dass sich diese Aktivität gar nicht wie ein „Kurs“ anfühlt. Es geht mehr darum, sich zurückzulehnen und was Neues auszuprobieren. Das leise Geräusch der Schnitzwerkzeuge, zusammen mit der ruhigen Umgebung, macht die ganze Erfahrung total entspannend.

Viele kommen komplett ohne Erfahrung, und genau das macht diese Aktivität so entspannt. Ihr müsst keine perfekten Ergebnisse abliefern, es geht viel mehr darum, den Prozess zu genießen.

Für Paare ist das eine ganz besondere Erfahrung. Ihr könnt nicht nur in der Villa entspannen, sondern es gibt auch kleine Aktivitäten, die ihr zusammen machen könnt, ohne dass es zu anstrengend wird.

Wasserfall-Trekking am Morgen

Der letzte Tag beginnt normalerweise früh, mit einem Wasserfall-Trek zum Manuaba Waterfall, der so gegen 7 Uhr morgens startet. Die Tour dauert ungefähr eine Stunde, und unterwegs gibt es zwei verschiedene Wasserfall-Spots zu entdecken, was echt ein super Start in den Morgen ist.

Der Spaziergang selbst führt durch kleine Dorfpfade und Reisfelder, während die Luft noch kühl und ruhig ist. Es ist nicht zu anstrengend, aber gerade genug, um den Körper sanft aufzuwecken.

Unterwegs fühlt sich noch alles sehr natürlich an, mit dem Geräusch von fließendem Wasser, Bäumen und gelegentlichen Einblicken ins lokale Alltagsleben.

Sobald ihr die Wasserfälle erreicht habt, bleibt die Atmosphäre ruhig und relativ still. Das Wasser fließt ziemlich stark, aber die Umgebung fühlt sich immer noch friedlich an, und viele Gäste entscheiden sich, eine Weile sitzen zu bleiben, bevor es zurückgeht.

Neben dem Wasserfall-Trek gibt es auch noch ein paar andere Erlebnisse, die Gäste während ihres Aufenthalts ausprobieren können. Manche sind aktiver, wie zum Beispiel Spaziergänge durch die Reisfelder oder einfache landwirtschaftliche Aktivitäten mitmachen, während andere mehr in Richtung kulturelle Erlebnisse gehen, wie zum Beispiel Kunsthandwerk-Workshops, z.B. Holzschnitzerei oder Batik.

Es gibt auch entspanntere Optionen, wie geführte Rituale am Wasserfall oder sogar spezielle Ruhe-Angebote, die euch helfen, bewusster runterzukommen. So fühlt sich der Aufenthalt nicht nur auf eine Art von Aktivität beschränkt an.

Wellness im Hammana Spa

Die Zeit im Hammana Spa fühlt sich an wie eine natürliche Pause im Ablauf des Aufenthalts. Es ist auch eines der speziellsten Spa-Konzepte, die wir in Bali entdeckt haben, das traditionelle balinesische Rituale mit Elementen eines türkischen Hammam-Erlebnisses kombiniert.

Der Spa-Bereich selbst ist vom Bambus dominiert, mit einer ziemlich offenen Bauweise, die natürliches Licht hereinlässt und alles mit der Umgebung verbunden hält. Selbst mit seiner luxuriösen Ausstattung fühlt er sich immer noch leicht, ruhig und ganz im Einklang mit der Natur an.

Bevor die Behandlung beginnt, wurden wir mit einem Getränk begrüßt und haben etwas namens Wariga Birth Reading vorgestellt bekommen. Mithilfe des traditionellen balinesischen Kalenders interpretiert der Therapeut euren Geburtstag und eure Energie und gibt euch einen Einblick in euer elementares Gleichgewicht. Es ist ein kleines Detail, aber es verleiht dem ganzen Erlebnis eine persönlichere Note.

Sobald die Behandlung beginnt, läuft alles in einem langsamen, gemächlichen Tempo ab. Uns wurden während der Session auch kleine Snacks und Getränke serviert, was sich nach mehr als nur einer Massage anfühlte.

Es gibt auch Optionen, ein Blütenbad als Teil des Spa-Erlebnisses einzuschließen, was nach der Behandlung eine weitere Entspannungsebene hinzufügt und die ganze Session noch runder macht.

Nachdem wir fertig waren, hatten wir es danach nicht eilig. Die meisten Gäste, inklusive uns, blieben noch ein bisschen sitzen und haben einfach die Atmosphäre aufgesogen, bevor es zurück zur Villa ging.

Es ist die Art von Spa-Erlebnis, die über die Behandlung selbst hinausgeht. Die Umgebung, das Tempo und die kleinen Details fügen sich alle so zusammen, dass es euch wirklich hilft, richtig abzuschalten.

Yoga in einer Semi-Outdoor Shala

Steht früh um 7 Uhr auf und macht Yoga! Steht früh um 7 Uhr auf und macht Yoga!

Ein Detail, das uns echt aufgefallen ist, war die Yoga-Shala auf dem Resortgelände. Sie ist halboffen, mit einer offenen Bauweise und direktem Blick in die Natur ringsum. Bei der Yoga-Session hört ihr dann keine laute Musik oder super-formelle Anweisungen, sondern eher die Klänge der Natur.

Olivia hat hier eine der Morgen-Sessions ausprobiert, die meistens so gegen 7 Uhr morgens anfängt, und die Atmosphäre war ganz anders als in einem normalen Indoor-Studio. Die Luft war frisch, das Licht fiel sanft herein, und die ganze Erfahrung fühlte sich irgendwie erdverbundener an.

Das ist nicht nur ein nettes Extra, sondern wirklich Teil des Gesamterlebnisses in diesem Resort. Für Paare, die eine achtsamere und ruhigere Hochzeitsreise suchen, ist so eine Yoga-Shala ein echtes Plus.

Fazit

Verglichen mit vielen Resorts in Ubud hat das Equipoise Resort Ubud einen ziemlich anderen Ansatz. Das ist kein Ort für einen überfüllten Reiseplan oder ein hektisches Erlebnis. Vielmehr geht es hier um eine Hochzeitsreise, bei der ihr richtig eintauchen könnt, wo die Villa, die Natur und die Aktivitäten nahtlos ineinander übergehen.

Und was am Ende am meisten auffällt, ist nicht nur die Ausstattung, sondern wie die Zeit langsamer vergeht. Und für Flitterwöchner ist das oft das Wertvollste.

Wir sind Olivia & Dirk

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